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Rezension: Playboy, The Playmates of the Decade (Gebundene Ausgabe)

Die ideale Bettlektüre für ausgehungerte Männer. 

Dieser wunderschöne Bildband präsentiert dem Betrachter mit Sinn für Ästhetik die schönsten Playmates der letzten 10 Jahre aus dem deutschen "Playboy" in einem Band. Florian Boitin, der Chefredakteur des "Playboy" vergisst dabei im Vorwort nicht zu erwähnen, dass dieses Männermagazin "nicht nur in Sachen Fotoinszenierung erotische Maßstäbe setzt, sondern in seiner einzigartigen Bildästhetik Sinnlichkeit und Lebensfreude mit einem humorvollen Augenzwinkern verbindet."

Aktaufnahmen von insgesamt 22 Frauen lernt man kennen, erfährt ihre Namen, den Geburtstag, die Größe, das Gewicht, den Wohnort, die Maße und den Namen der jeweiligen Fotografen sowie Produzenten.

Im Durchschnitt sind die Frauen etwa 170 cm groß, manchmal auch 5 cm kleiner. Das unterscheidet sie optisch von Mannequins. Zum Ausgleich allerdings ist der Blick weniger weltabgewandt.

Als sexistisch empfinde ich keines der Fotos, eher ein bisschen ironisch. Die Mädchen zeigen selbstbewusst ihren entblößten Körper. Dabei zielt das Augenmerk des Betrachters zunächst nicht auf die Beine, sondern auf die hübschen Apfel-Brüste. Der rasierte Schambereich wirkt geradezu entsexualisiert, aber keineswegs deshalb, weil er enthaart ist. Es scheint eine Frage des Blickwinkels der Fotografen zu sein. Die Tatsache finde ich mehr als nur bemerkenswert.

Mein durchgehender Eindruck in diesem Bildband ist der, dass der Mann von heute zwar nicht das Interesse an der Frau verloren hat, aber sehr wohl an ihrem Schambereich. Die Frauenbrüste sind der Blickfang Nr. 1 der Männer geworden. Das lässt tief blicken. Sehnen sich die Männer von heute mehr nach der Mutterbrust als nach einem Objekt für ihre sexuellen Begierden? In Zeiten überbordender Homosexualität würde mich das nicht wundern.

Auf was darf der Betrachter sich nun freuen? Eines meiner Lieblingsfotos zeigt den Torso der Leipzigerin Tanja Kewitsch. Auffallend ist ihre besonders gut gewachsene Brust, die sie unter einem roten abgeschnittenen Netzunterhemd versteckt hält. Das sieht sehr sexy aus. Auf der Haut sind kleine Wassertröpfchen erkennbar. Die Dame scheint gerade vom Schwimmen zu kommen. Auf den Folgebildern präsentiert sich Tanja sehr sportlich in einer Turnhalle. Dabei trägt sie roten Stulpen als einzige Kleidungsstücke am ansonsten nackten Körper. Dieses hübsche Accessoire interessiert vermutlich nur weibliche Betrachter. Der Busen ist der eigentliche Hingucker für Männer, während mein Blick eher auf den schönen Händen dieser Frau verweilt.

Natürlich wird stets mit Männerträumen gearbeitet. Die Frau als Krankenschwester oder Zofe mit schwarzem Korsett, alternativ mit weißer Minischürze und Nylons an Strapsen, selbstredend auf High Heels und ein Spitzenband um den Hals betört Männer, die gerne mal das Sagen bei den Frauen hätten. Gönnen wir ihnen diese Vision.

Einen tollen Körper hat Myriel Brechtel. Mit der Größe von 174 cm nähert sie sich der Körpergröße von Mannequins. Ihr Gesicht wirkt unnahbar und dadurch sehr attraktiv. Sie ist ein Kind der Venus, unerreichbar für die männlichen Betrachter, die vermutlich ohnehin mehr Freude an der Münchnerin Thessa Gierer haben, eine betont erotische Bayerin, die ihren prachtvollen Körper in einer Scheune auf einem Bett aus Stroh präsentiert. Das sind geeignete Fotos für Naturliebhaber. Übrigens sieht man auf einem der nächsten Bilder die schöne Thessa barbusig mit Milchkanne, ihr Haar unter einem rot karierten Kopftuch verborgen. Das ist das Idealbild für Werbung, die unter dem Motto "Urlaub auf dem Bauernhof" stehen könnte.

Männer, die Freude daran haben, kleine Schmusekätzchen beim erotischen Spiel miteinander zu beobachten, kommen auch auf ihre Kosten. Das Playmate Agniesza Hendel darf man im Kühlschrank bewundern, während sie ein Flasche Milch über ihren Körper gießt. Was suggeriert werden soll, muss ich jetzt nicht artikulieren, oder?

Jessica Micari darf man beim Duschen beobachten, weitere Playmates räkeln sich in Betten, am Strand oder anderenorts.

Die Frau mit dem schönsten Gesicht ist meines Erachtens Christine Last. Ihre Augen sind so ausdrucksstark, so dass man erst spät einen Blick auf ihren makellosen Körper wirft. Ihre Ausstrahlung wird Christine lange bewahren können. Das unterscheidet sie von den Frauen, die in erster Linie über den Körper wirken, ein weites Feld.

Ein tolles Buch, nicht zwingend nur für Männer.

© Playboy Deutschland - The Playmates of the Decade, published by teNeues, € 39.90, - www.teneues.com. Photo © 2013. PLAYBOY and Rabbit Head Design are trademarks of Playboy Enterprises International, Inc. and used under license by Playboy Deutschland Publishing GmbH

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