Rezension Helga König:

Rezensionen Helga König: Erotische Bücher, Poster und CDs

Rezension: The Great Beauty (Englisch) Gebundene Ausgabe von #Federico_Pignatelli (Autor) #teNeues

© The Great Beauty
 by Federico Pignatelli della Leonessa, 
published by teNeues, www.teneues.com. 
Photo © 2015 Art and Fashion Group. 
All rights reserved. 
www.pier59studios.com, 
www.artandfashiongroup.com 
Federico Pignatelli della Leonessa ist Gründer, Eigentümer und Präsident des weltweit größten und renommiertesten Studiokomplexes für Fotografie in New York, Pier 59 Studios. Der gebürtige Römer ist nicht nur als Fotograf tätig, sondern sammelt auch mit Begeisterung fotografische Kunst. Darüber hinaus ist Pignatelli Gründer und Präsident der Art and Fashion Group (AFG). Dabei handelt es sich um eine Dienstleistungsholding für die Werbe- und Mode-industrie, zu der unter nicht zuletzt eine Modelagentur sowie eine Produktionsfirma gehören.

teNeues informiert, dass  das Produktionsteam mit elf ausgewählten Models  zur spektakulären John-Paul-Getty-Villa im italienischen Ladispoli aufbrach.  Dort überrage seit 1640 das ikonische Bauwerk die Mittelmeerküste vor den Toren Roms. Hier  auch erwachte das Kreativprojekt nach sechs langen Tagen und Nächten im November 2014 zum Leben  und zwar unter kalten und widrigen Bedingungen,  dabei aber in glanzvoller und idyllischer Abgeschiedenheit.

Das vorliegende  Meisterwerk der Mode- und Erotikfotografie präsentiert die klassischen und modernen Elemente des Mediums in bewährter Hasselblad-Digitaltechnik und modernster digitaler Videotechnologie der Red 6K Dragon. 

Der hochwertige Fotobildband ist eine Ode an die Schönheit von Frauen, deren Erotik in geheimnisvoller Art sich dem respektvollen Betrachter vielschichtig offenbart. Gleich zu Beginn lassen zwei Frauen in zauberhaften Abendkleidern erotisches Interesse aneinander erkennen und auch die anderen Ladys im Buch lassen erahnen, dass in der John-Paul-Getty- Villa Männer schon lange keine Rolle mehr spielen. 

Jede der abgelichteten Schönheiten besitzt einen formvollendeten Körper. Besonders interessant in Szene gesetzt werden diese durch die musizierenden Frauen, die weltentrückt ihrer Passion nachgehen. 

Die Bilder setzen ihren Schwerpunkt nicht auf nackte Haut, sondern auf Träume, auf Welten, die dazu veranlassen, in sich rein zu hören und zu fühlen, dass es noch immer Geheimnisse zu lüften gibt, wenn Frauen im Spiel sind. 

Diese hoch-erotischen Bilder sind niemals  vulgär und bestechen durch ihre subtile Distanz, die dem Betrachter sagen will: "Berühr mich nicht, noch nicht einmal mit den Augen. Ich bin nicht von dieser Welt.

Der Autor spendet dem IRC (International Rescue Committee) alle seine Einnahmen an dem Buch- www.rescue.org

Überall im Fachbuchhandel erhältlich

Onlinebestellung: te Neues oder Amazon

Rezension: #Senza_Parole #Marc_Lagrange- #teNeues

Dies ist nach "Diamonds & Pearls" der 2. Fotoband des belgischen Fotografen Marc Lagrange. "Senza Parole" ist eine Hommage an die Frauen und besticht durch traumhafte erotische Bilder in Schwarz-Weiß und Farbe.

Der Reigen beginnt mit einer Frau, die im schwarzen Abendkleid mit  durchsichtigem Spitzenoberteil wie tot in einem mondänen Swimmingpool auf dem Wasser ruht. Man denkt sofort an Ophelia und ist gespannt, welche Geschichten die dann folgenden Aufnahmen offenbaren. 

Bilder schenken, wenn sie gut gemacht sind, dem Betrachter Träume. 

Der Künstler spielt mit Spiegelbildern, um den weiblichen Narzissmus anzudeuten, der in unseren Tagen eine nicht unbedeutende Rolle verkörpert. 

Eine dunkelhäutige Schönheit mit einem formvollendeten Körper ruht nackt nur mit einem Turban bekleidet und einem dicken, goldenen Armreif geschmückt auf einem handgewebten Teppich. Wahrnehmbar ist  ihre prachtvolle Rückenansicht. Das eine Bein hat sie leicht nach oben gehoben. Dort  hat ein bunter Papagei Platz genommen. Ein Stillleben wie aus Tausendundeiner Nacht..., aber auch eine Botschaft....

Plötzlich fühlt man sich in die Werkstadt Michelangelos versetzt. Dort steht sein David. An dessen Fuß sitzt eine nackte Schönheit, die erkennen lässt wie riesengroß die von dem italienischen Renaissancekünstler geschaffene Skulptur tatsächlich ist. Danach folgt  erneut  die Rückenansicht einer Frau, die aufgrund ihrer Frisur auch in ein anderes Jahrhundert passen würde. 

Alle gezeigten Frauen haben etwas Geheimnisvolles und Unnahbareres, selbst wenn sie in geradezu verzückter Pose, sich nackt räkelnd zu sehen sind. Traumhafte Körper und optimale Brustformen werden präsentiert und eine Frau mit einem schwarzen Spitzenschleier vor dem Gesicht, der mehr zeigt als er versteckt. Sinnlichkeit pur.

Eine der schönsten Frauen im Buch sitzt nur mit einer weißen Korsage bekleidet auf einem Barhocker. Ansonsten ist nichts zu erkennen. Ihr Gesicht ist so formvollendet, dass man erst beim zweiten Hinsehen ihre tollen Beine bewundert und einen Blick auf die spitz zulaufenden High Heels wirft. Eine Schönheit, trotz der Aufmachung unberührbar...

Bedauerlicherweise kann ich nicht über alle Bilder etwas sagen, denn dies würde den Rahmen der Rezension sprengen. Die Aufnahmen in der Skulpturenwerkstatt irgendwo in Italien im frühen 16. Jahrhundert begeistern mich am meisten und lassen mich an Schillers Laura denken, die dort in Gestalt der nackten Frauen zu neuem Leben erwacht. 

Die Modelle des Fotografen faszinieren in ihrer Schönheit und lassen oftmals lange inne halten, das gilt auch für die drei Grazien, deren Brüste wie gemalt ausschauen. 

Man kann offenbar von einem schönen Gesicht auf einen ästhetischen Körper schließen. Das jedenfalls suggerieren diese Aktaufnahmen. 

Auf den letzten Seiten begegnet dem Betrachter eine Frau, die an eine griechische Göttin erinnert. Ich assoziiere die Schöne mit Artemis, der Kopfbedeckung wegen. Die Augen, der Mund und die Brüste, nein, einfach alles ist  formvollendet. 

Skurril muten die Bilder auf den letzten Seiten an. Man denkt an Bacchantinnen. Es sind keine Schönheiten im eigentlichen Sinne, sondern wohl eher Objekte der Begierde. 

Schöne Frauen sind unberührbar und waren es stets. Man  muss sie bewundern wie Kunstwerke.
Das die Botschaft dieses vortreffliches Buches.

 Fotokunst in subtilster Form.

208 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
55 Farb- und 104 Duplex-Fotografien
Text in Englisch und Französisch

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu teNeues und können das Buch dort bestellen. Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Frank de Mulder Heaven - teNeues

Der Fotograf Frank de Mulder ist bekannt für seine erotischen Bilder von erster Güte. In dieser Buchsaison ist nun der vierte Band seiner Aktfotografien erschienen. Ob die Schauplätze exotisch, die Modelle umwerfend und die Geschichten, die mittels der Bilder erzählt werden, faszinierend und aufreizend sind, können die Betrachter beim Studieren der Aufnahmen am besten selbst entscheiden. Mich jedenfalls haben die Kompositionen begeistert.

In Vorwort des Fotografen, das in englischer, deutscher, niederländischer, französischer und spanischer Sprache abgedruckt ist, lernt man diesen Fotokünstler als einen Menschen kennen, der kein Problem damit hat,  seine beste Freundin Michele, mit der er stets gemeinsam am Set arbeitet, als die Person zu benennen, ohne die er heute nicht dort stünde, wo er als Fotograf mittlerweile angesiedelt ist: ganz weit oben im Fotografen- Himmel.

Was erwartet den Betrachter diesmal im Hinblick auf die Bildmotive, die übrigens zumeist in Schwarz-Weiß gehalten sind? 

Da ist zunächst die Rückenansicht einer wunderschönen, nackten Frau, die aufs Meer blickt. Es muss Venus sein in ihrer unvergänglichen Schönheit. Wie so oft in Bänden mit Aktfotos, werden auch bei Frank de Mulder attraktive Frauen bei andeutungsweise lesbischem Tun gezeigt. Das scheint Männer, die im Konkurrenzmodus leben, immer wieder besonders anzutörnen. 

Zu sehen ist ein barbusiges, nur mit einer Shorts bekleidetes Hippie-Mädchen, eine Gitarre-Spielerin mit Blumen im Haar. Sie raucht und gehört offenbar ähnlich wie ihre beste Freundin, mit der sie auf dem Folge-Foto innig "knutscht", ins Kopfkino jung gebliebener 68er. 

Tollen Fotos von einer weiblichen Schönheit, die mit einem hauchdünnen, nassen Gewand bekleidet, gewissermaßen dem Meer entsteigt,  folgen immer wieder Bilder von nackten Frauen in unmittelbarer Nähe des Meeres. Griechische Göttinnen, was sonst!

Die Modelle bestechen durch formvollendete Körper und Gesichter mit niveauvollem Ausdruck. 

Immer wieder wird lesbisches Verhalten angedeutet. Die Botschaft lautet offenbar: Schöne Frauen haben sich von Männern verabschiedet und leben mittlerweile in einem anderen Kosmos, den Männer nur noch im Rahmen dieser hochwertigen  Bildbände bewundern können.

Was unterscheidet  einen solchen Bildband von pornografischen Bildern im Netz, wird sich der ein oder andere fragen.  Neben perfekten Aufnahmen vor allem das Niveau und  die Kunst der Andeutung. Sie setzt sensible  Betrachter voraus, die sich an erotischer weiblicher Schönheit berauschen können, einfach der Ästhetik wegen 

Sehr empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu teNeues und können das Buch dort direkt bestellen. Sie können es jedoch auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.teneues.com/shop-de/heaven.html




Rezension: 100- One Hundred Great Danes- Bjarke Johansen, Simon Rasmussen- te Neues

Mit vielseitigen Œuvres und der weltweiten Anerkennung als herausragende Vertreter ihres jeweiligen Fachs zählen der Fotograf Bjarke Johansen und der Kreativdirektor Simon Rasmussen sowohl in ihrer Heimat Dänemark als auch in internationalen Kreisen zu den Aktivposten lebendiger Kreativität, entnimmt man der Homepage von te Neues.

Der vorliegende Fotoband verneigt sich als Werk von sieben Jahren vor den Frauen Dänemarks – vor ihrer weiblichen Schönheit und persönlichen Integrität, liest man weiter. Die 100 Porträtierten kommen aus unterschiedlichsten Bereichen. Es handelt sich um Models, Sängerinnen, Schauspielerinnen, Künstlerinnen, auch Studentinnen.

Dem Leser falle nicht nur sofort auf, wie stolz diese Frauen auf ihren Körper und ihre Ausstrahlung sind, sondern auch, welche unbeugsame Kraft und Zielstrebigkeit von ihnen ausgehe.  

Ob das so ist, möchte ich im Rahmen meiner Rezension nun feststellen.

Wie die einzelnen Models heißen und wann sowie wo die Schwarz-Weiß- Fotos realisiert wurden, ist den Aufnahmen stets beigefügt worden. Lobenswert. Es handelt sich bei den Bildern um Aktaufnahmen, die frei von anzüglichen Posen, einfach wunderschön sind.

Dies gilt speziell auch für die Fotos, die Frederike Winther zeigen, eine selbstbewusste, hocherotische Frau, die edel und dadurch unberührbar erscheint. Wegen der stolz präsentierten linken Brust  ist sie eindeutig eine Amazonen-Königin. Keine Dänin.

Dann ist da Mathilde, eine sensible Schönheit mit einem formvollendeten Körper, der einem Kunstwerk gleicht.

Nicht alle Frauen im Buch verfügen über einen solch optimalen Körper, dennoch aber sind die Körper beeindruckend ästhetisch. Dessen sind die Frauen sich auch bewusst, ohne in Eitelkeit zu verfallen.

Vollkommene Schönheit fordert viel von einer Frau, einen optimalen Körper, einen ebenmäßiges Gesicht mit klugem Seelenausdruck. Natur plus Disziplin schafft das mitunter für einige Jahre.

Solche Frauen überfordern aber männliche Betrachter fast immer. Sarah Grünewald hat sie beinah, auch Laura Julie ist damit gesegnet und auch Ingrid Munch, deren Augen  sehr geheimnisvoll sind und deren Körper an jenen von Aphrodite erinnert.

Doch es geht ja um etwas anderes: um unbeugsame Kraft, Ausstrahlung und Zielstrebigkeit. Hier finde ich zwei Frauen, die dies auf faszinierende Weise  verkörpern. Es handelt sich um Sophie und Katrine Bay Ejlersen.  Vermutlich verunsichernd für viele Männer, denen es bei Frauen ja um anderes zumeist geht.

Auf  Seite 177 entdecke ich sie endlich. Es ist eine Studentin mit flachsblonden Haaren, einem traumhaften Körper und einem ebenmäßigen, intelligenten Gesicht, das feinsinnig erscheint. Selbstbewusst wirkt sie, dabei frei, zielstrebig und von unbeugsamer Kraft.  Eine Dänin, von der nicht nur Nordländer träumen und die das Ideal verkörpert. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitteklicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum teNeues Verlag und können das Buch bestellen. Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.teneues.com/shop-de/100-great-danes.html

Rezension: Pirelli- Der Kalender. 50 Jahre und mehr- Philippe Daverio , Hardcover, 30 x 30 cm, 576 Seiten

Anlässlich der Feier des 50. Jahrestages des Pirelli Kalenders präsentiert TASCHEN einen Retrospektivband mit Nachdrucken der vollständigen Kalender, fotografiert u.a. von Richard Avedon, Peter Beard, Patrick Demarchelier, Nick Knight, Karl Lagerfeld, Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin, Annie Leibovitz, Peter Lindbergh, Sarah Moon, Uwe Ommer, Terry Richardson, Herb Ritts, Mario Sorrenti, Bert Stern, Mario Testino, Bruce Weber.

Wie Marco Tronchetti Provera schreibt, ist die Geschichte des Pirelli-Kalenders auch die Geschichte der Marke Pirelli. Ins Leben gerufen haben den Kalender Modefotografen, die zur Weltelite zählen und das geschah lt. Philippe Daverio  in London.

 co: Dal Calandario PIRELLI
1972 di Sarah Moon
Das Besondere am Pirelli-Kalender ist, dass er den Zeitgeist wiedergibt und seiner Entwicklung "Welle um Welle" folgte. Nach einem halben Jahrhundert erweist sich der Kalender als bemerkenswertes Dokument der Kulturanthropologie. Dabei offenbaren ein Spiel von Ästhetiken und Visionen wechselnde Stimmungen.

Heute studiert man den Kalender als ästhetische Publikation, als ein Kunstobjekt und als ein anthropologisches Zeugnis einer ganzen Ära.

 co: Dal Calandario PIRELLI
1987 di Terence Donovan
Im Buch hat man im Anschluss an die umfangreiche Bilderwelt Gelegenheit,  sich in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch in den erläuternden Text zu vertiefen und mehr über die Fotografen in den einzelnen Jahrzehnten zu erfahren.

Die Bilderwelten mit den schönen Frauen sind teilweise Schwarz-Weiß und teilweise farbig und beginnen im Jahre 1963.  Besagte Aufnahmen von Terence Donovan  aus jenem Jahr zeigen elegante Damen aus aller Welt, gut gekleidet, zeigen kultivierte  Frauen, denen man mit viel Respekt begegnet.

1964 dann verändert sich das Frauenbild, ein wenig Haut kommt ins Spiel und  die Haltung  wird immer selbstbewusster. Traumhaft sind die Fotos, die Francis Giacobetti 1971 auf Jamaica realisierte. Es sind kunstvolle,  hoch erotische und dabei poetische Bilder, die zum Träumen anregen. Hier werden Stimmungen eingefangen, die unvergesslich sind.

  co: Dal Calandario PIRELLI
1990 di Arthur Elgort
1972 hat Sarah Moon in Paris Fotos gemacht, die an Romantik kaum zu überbieten sind. Schemenhaft erscheinen Frauen, die ebenso gut in den 1920er Jahren gelebt hätten haben können. Solche Fotos kann nur eine Frau machen, die einen Sinn für romantische Schönheit hat.

Es ist unmöglich, über alle Bilder oder Fotografen im Rahmen der Rezension etwas zu schreiben. Nicht alles, was man sieht,  fasziniert natürlich gleichermaßen. Terence Donovan, der 1963 die ersten Bilder für Pirelli machte,  wartet 1987 mit sagenhaft schönen Frauenbildern auf, unter diesen Fotos von Naomi Campell, Waris Dirie und Ione Brows, wobei Waris Dirie eine faszinierende Unnahbarkeit ausstrahlt.

 co: Dal Calandario PIRELLI
2005 di Patrick Demarchelier
Frauen, die an antike Statuen erinnern, hat Joyce Tenneson 1989 aufgenommen und nur ein Jahr später lässt Arthur Elgort seine Pirelli-Modelle zu antiken Sportlerinnen werden. Nacktheit wirkt stets natürlich, nie provozierend, stets einfach nur schön.

Herb Ritts fotografiert namhafte Modelle 1994 auf den Bahamas. Dabei erscheinen die nackten Rundungen Cindy Crawfords erotisch sehr überzeugend, doch was ist schön?

Peter Lindberghs Schwarz-Weiß-Aufnahmen von 1996 sind es, und Annie Leibovitz versteht es auf eine höchst bemerkenswert eigene Art der Schönheit von Körpern  zu huldigen.

Fasziniert bin ich von den Aufnahmen Karl Lagerfelds aus dem Jahre 2011. Er hat sich der griechischen Mythologie bedient, dabei ist seine Aphrodite, Lara Stone, an Schönheit kaum zu überbieten, fantastisch auch "Narziss und die Nymphe Echo"

 co: Dal Calandario PIRELLI
2011 di Karl Lagerfeld
Die Bilder von Helmuth Newton  sind etwas ganz Besonderes. An dessen Aufnahmen kann man sich nicht satt sehen, weil sie alles besitzen: Ästhetik, Erotik, Distanz, Bewegung, Leben und weil sie stets eine Geschichte erzählen…

Der Fotoband ist ein Hochgenuss für alle, die sich hochwertiger Aufnahmen von schönen Frauen erfreuen können und sich bewusst werden möchten, dass schöne Frauen Kunstwerke der Natur sind, die man in erster Linie bewundern sollte, aber niemals als Eigentum begreifen darf.

Sehr empfehlenswert

Helga König

TASCHEN Pirelli. Der Kalender. 50 Jahre und mehr
Philippe Daverio
Hardcover, 576 Seiten
€ 49,99
Auch erhältlich als großformatige Collector’s Edition mit 2 Ausklapptafeln (limitiert auf 1000 Exemplare).

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu TASCHEN und können das Buch bestellen. Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern. http://www.taschen.com/pages/de/catalogue/photography/all/05791/facts.pirelli_der_kalender_50_jahre_und_mehr.htm

Rezension Simply Beauty- Bert Verwelius - te Neues

Der niederländische Fotokünstler 'Bert_Verwelius ist hauptberuflich Geschäftsführer einer Baufirma. Heute 62 jährig, begann er im Alter von 14 Jahren zu fotografieren, hatte ein Jahr später bereits eine Dunkelkammer, um seine Fotos selbst entwickeln zu können und zeigt in diesem Bildband nicht nur, dass er das Metier perfekt beherrscht, sondern dass er auch wirklich versteht, wodurch sich Schönheit auszeichnet. Dieser darf man ihr Geheimnis nicht entreißen, wenn sie als solche weiterhin bestaunt werden soll.

Er dokumentiert in seinem Werk die weibliche Natürlichkeit und Schönheit in all ihren Facetten. Die Erotik, die dieser Bilderwelt entströmt, ist niemals aufdringlich und die Art wie dieser Fotograf sich den Frauen nähert, zeigt, dass er sie nicht als Objekte, sondern als Subjekte begreift, denen er viel Achtung entgegenbringt.

Ästhetik ist für ihn essentiell, aber er ist auch ein Geschichtenerzähler, der die Fantasie der Betrachter anregt, ohne sie mit Pornographie zu langweilen. Nackt oder nur spärlich bekleidet, erlebt man seine Fotomodelle teilweise in der freien Natur. Sie wirken dort fast entrückt, gänzlich uneitel, beinahe wie Schönheiten, die keinen Spiegel kennen.

Verwelius, der in Schwarz-Weiß und in Farbe fotografiert, scheint ein Faible für schöne Augen zu haben, was darauf hinweist, dass er sich mit der Seele seiner Modelle befasst. Er weiß genau, welche Frau er kokett zeigen kann und welche eher zurückhaltend. Keine der Frauen fordert er auf anders zu sein, als sie tatsächlich  ist. Er beschützt sie in ihrem Wesen und zerlegt dieses nicht.

Die schönen Körper sind frei von Silikon und Botox und wirken dadurch unnahbar.  Mitunter verwendet Verwelius eine Technik, die die Bilder als Schattenrisse erscheinen lassen. Ein wunderbar natürliches Bild, das sich über zwei Seiten erstreckt, visualisiert zwei nackte Joggerinnen, die fröhlich am Meer entlang laufen. Dieses Bild dokumentiert, dass Nacktheit auch Freiheit sein kann.

Irgendwann schließlich sieht man einen alternden Harlekin, umgeben von drei Frauen in schwarzen Dessous. Er lächelt versonnen und altersweise und nähert sich ihnen als Mann ohne sexuelle Absichten.

Für das Kopfkino männlicher Bildbetrachter wartet der Anblick des Beginns einer lesbischen Orgie darauf,  goutiert zu werden. Die entblößten Schönen genießen Dom Pérignon und Petrus. All das erschreckt den Harlekin, der die Situation nicht verhindern kann...

Plötzlich dann ein anderes Foto..., junge Frauen und viel zu alte, aber offenbar betuchte Männer zeigen, was  Käuflichkeit ist, die aus schönen Frauen, weil sie ihr Geheimnis preisgeben, leere Hüllen macht.

Versöhnt wird man mit einer Fülle ihr Geheimnis bewahrt habenden Schönheiten, deren Augen voller Sehnsucht sind.

Das Motiv der Frauenliebe, das Männer immer wieder fasziniert und gleichzeitig ängstigt, findet sich nicht selten in diesem Werk. Die wenigen Männer in "Simply Beauty" sind bereits ziemlich betagt und vermutlich schon lange impotent. Sie alle sind letztlich zu Harlekins degradiert, selbst jene, die mit Dollars winken.

Mit schönen Frauen spielt man nicht, man bewundert sie als Meisterwerke der Natur.

Das ist offensichtlich die Botschaft  von  Bert Verwelius an seine Geschlechtsgenossen. Sein Buch lädt ein, diese interessante Tätigkeit voller Freude zu erlernen.

Die Arbeit mit verschiedenen Lichtquellen weiß Verwelius wirklich kunstvoll einzusetzen. Wie te Neues seine Leser wissen lässt, kümmert sich der Fotograf um alles selbst, plant, castet Models, dekoriert das Set und sorgt für das perfekte Licht.  Danach entwickelt er die Fotos und bearbeitet sie selbst, auch diese Prozesse erlernte er im Unterricht bei renommierten Fotogurus. 

Ein großartiger Fotoband, der  Schönheit  jenseits von Käuflichkeit präsentiert.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu te Neues und können das Buch dort bestellen.http://www.teneues.com/shop-de/simply-beauty-bv.html. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.


GEOkompakt- Der Trieb, der uns zusammenführt - SEX – Wie verborgene Kräfte unser Verlangen steuern- Nr. 43

Das vorliegende GEO-Magazin ist nach dem Prolog mit dem Titel "Die Sehnsucht nach dem anderen" in vier große Bereiche gegliedert: 

Wie Forscher unser Verlangen ergründen 

Wie das Internet unser Sexleben verändert 

Wie vielfältig unsere sexuellen Neigungen sind 

Wie eine erfüllende Partnerschaft gelingt. 

Im Prolog werden in die Gesamtthematik einstimmende Bilder gezeigt und erste Textinformationen zu Begriffen wie Berührung, Erregung, Schmerz, Bindung, Ekstase, Geborgenheit, Drang und Erfüllung erteilt. 

17 Sachbeiträge unterschiedlicher Fachleute warten auf den Leser. Dabei beginnt Geokompakt zeitgemäß mit einem Beitrag aus dem 2. Bereich. Der Titel lautet: "Online-Sex- Der Sog der digitalen Versuchung“. 

Gefragt wird, auf welche Weise Internet-Pornografie und Cybersex unser Beziehungsleben verändert und ob virtuelle Verlockungen eine Gefahr oder aber eine Bereicherung für uns darstellen? Männer mögen lt. Untersuchungen lieber Bilder von nackten Körpern und Frauen eher erotische Geschichten, so die Untersuchungsergebnisse. 

Die Motive der amateurhaften Sexauftritte im Internet werden beleuchtet und es kommt zur Sprache, dass in entsprechenden Chats, viele Sexwünsche erst einmal generiert werden. Es werden Fragen beantwortet wie etwa, ob der Konsum von Online-Pornos süchtig mache und es wird in einem anderen Beitrag dann die Kunst des Kennenlernens thematisiert. 

Trifft man auf potentielle Sexpartner, folgt unser Verhalten angeborenen Mustern. Wie diese ausschauen, wird genau erläutert. Zur Sprache gebracht wird, welche Attraktivitäts-Merkmale auf Männer anziehend wirken, aber auch was Frauen an Männern reizvoll finden und man wird ausführlich mit dem Wesen der Lust vertraut gemacht. 

Wissenswertes liest man zu visuellen Reizen, über Hormone, Fantasien und Düfte und hat Gelegenheit in einem Interview von Prof. Dr. Aglaja Stirn  mehr über die Vielfalt sexueller Wunschbilder zu erfahren. Auch über Homosexualität und Transsexualität wird man aufgeklärt. Hierzulande bekennen sich übrigens rund 3% aller Männer als schwul. Wenn man sich den Medienhype um Schwule vor Augen führt, ist man eher verwundert. Ich bin jedenfalls mittlerweile von 10-15% bekennender schwuler Männer ausgegangen. So wird die Wahrnehmung offenbar manipuliert.

Onlinedating ist ein weiteres Thema und zudem die Eifersucht. Dabei scheint es so zu sein, dass Ablehnung in jungen Jahren eine eifersüchtige Persönlichkeit hervorbringen. Verlustängste im Babyalter und Furcht die Aufmerksamkeit zu verlieren, ziehen sich durch das gesamte Leben eifersüchtiger Menschen. Übrigens zählt Kränkung über eine echte oder vermeintliche Untreue eines geliebten Menschen zu den häufigsten Motiven für Mord. Es soll Männer geben, die einen Bewegungsmelder ans Bett ihrer Frau einbauen und dazu noch Spionagesoftware in ihrem Computer installieren (S.96). 

Ein Forschungsbericht über Orgasmus verdeutlicht, dass Erregung in vier Phasen verläuft. Es wird nicht nur zur Sprache gebracht, was den Orgasmus auslöst, sondern wo im Hirn das Hochgefühl entsteht. 

In einem Interview zum Thema Gewalt und Missbrauch erfährt man, dass bei nicht therapierten Vergewaltigern die Rückfallquote bei 40 bis 60% liegen. Keine gute Botschaft also. 

Verhütung bleibt auch nicht ausgespart und es wird u.a. der Frage nachgegangen, ob die Substanzen der Pille die Partnerwahl beeinflussen. 

Sogar Sex im Alter ist ein Thema. Das Potential für sexuelle Begegnungen bleibt bei Mann und Frau lange erhalten. Die Fortpflanzungsfähigkeit hat demnach nichts mit dem sexuellen Interesse zu tun. 

Unmöglich hier im Rahmen der Rezension auf all die komplexen Inhalte einzugehen. Wer einen Überblick über Wissen zum Thema Sex im Hier und Jetzt haben möchte, ist mit der neuen Geo-Kompakt gut beraten. 

Empfehlenswert

Helga König
Hier können Sie das Heft ordern: http://shop.geo.de/einzelhefte/geokompakt

Rezension: New Erotic Photography- Desire- Prestel

Der französische Herausgeber Patrick Remy bietet in diesem Band einen umfassenden Überblick über die erotische Fotografie am Beginn des 21. Jahrhunderts.

In seinem Essay geht er der Frage nach, welche Möglichkeiten die erotische Fotografie hat, jenseits der im Netz inflationär dargebotenen Pornografie aller Spielarten. Die von Patrick Remy ausgewählten 30 internationalen Fotografen stehen größtenteils am Beginn ihrer Karrieren und werden mit nicht wenigen Werken und kurzen Lebensbeschreibungen in englischer Sprache vorgestellt. 

Es ist einer der ungewöhnlichsten Bildbände des Genres, den ich bislang in den Händen hatte. Äußerst natürliche Momentaufnahmen junger Frauen, die nicht Diva sein wollen, vielleicht für den Freund posieren in der Freizeit, mehr aber nicht. So scheint es jedenfalls. 

Schwarz- Weiß-Aufnahmen wechseln mit bunten Bildern und ich rätsele, weshalb im Grunde nur wenige Aufnahmen professionell wirken. Was ist mit diesen Frauen? Was irritiert an ihren Körpern trotz aller Schlankheit und Jugend? Vielleicht sind es die amateurhaften Posen. 

Nicht so bei Tiane Dian na Champassak. Diese Arbeiten zeugen von großer ästhetischer Sensibilität . 

Generell wird Zeitgeist  hier im Buch wohl eher  nicht abgelichtet. Die Fotos wirken mehr wie Momentaufnahmen der frühen 1970er Jahre, erfrischend amateurhaft in der Pose, alles sehr schräg.

Die Unterwäsche, die den Namen Reizwäsche nicht verdient und die spießigen Tapetenmuster sind gewöhnungsbedürftig. Erotisch? Alles entscheiden die Augen des Betrachters. 

Henrik Puriennes Bilder auf Seite 269, 270, 271, 279, auch David Bellemeres Foto auf S. 191 und S. 187 sind sehr gut,   hingegen Thomas Hausers Fotos… Du meine Güte… Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…?“ Versuche, denen noch viele folgen müssen. 

Trotz allem nicht uninteressant. Erotik zu Beginn  des 21. Jahrhunderts. Die Zeiten ändern sich und mit ihnen der Betrachtungswinkel.

Es wird spannend werden, wie diese  jungen Fotografen sich weiter entwicklen.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Prestel-Verlag und können das Buch bestellen. Sie können es jedoch auch direkt bei Ihrem Buchhändler ordern.  http://www.randomhouse.de/Buch/Desire-New-Erotic-Photography/Patrick-Remy/e423262.rhd

Rezension: Angels- Russell James- teNeues

Es ist nicht der erste Fotoband des Starfotografen Russell James, den ich rezensiere, aber jedes Mal freue ich mich riesig, wenn ich eine neue Publikation von ihm in den Händen halten und mich alsdann der wundervollen Aufnahmen erfreuen darf. 

Keiner der mir bekannten Fotografen ist in der Lage, Aktfotos von Frauen auf so hohem Niveau zu realisieren, das selbst eingefleischte Feministinnen eigentlich einfach nur hingerissen sein müssten, weil die Aufnahmen in ihrer Gesamtheit eine Ode an die Schönheit von Frauen darstellen.  Russell James ist ein Troubadour.

teNeues lässt seine Leser wissen: "Russell James’ Fotografien des weiblichen Körpers sind zu Ikonen der Schönheit und Sinnlichkeit geworden, wie es sie in der Populärkultur kein zweites Mal gibt. Zu den Modellen, die vor seiner Kamera standen, gehören viele der schönsten Frauen der Welt – mit so berühmten Namen wie Gisele Bündchen, Adriana Lima, Rihanna und Alessandra Ambrosio, um nur einige zu nennen. Dieser umfassende Bildband präsentiert einen privaten und nie zuvor gezeigten Blick auf James’ intimste Porträtsitzungen. Seine Fotografien, die geschmackvoll bis ins kleinste Detail sind, fangen die individuellen und verführerischen Reize jeder einzelnen dieser atemberaubenden Frauen ein, von denen er viele während seiner 15 Jahre als Fotograf für Victoria’s Secret kennengelernt hat. Mit seinem zutiefst persönlichen Ansatz stellt James die Verbindung zwischen Verspieltheit und Sinnlichkeit her, während innovative Arrangements und technische Perfektion künstlerische Resultate auf allerhöchstem Niveau garantieren. Lassen Sie sich entführen auf eine voyeuristische Reise in die Welt der feinsinnigen Provokation – die Welt von Russell James.“ 

Alle Modelle im vorliegenden Buch  haben  bezaubernde Körper. Russell  James setzt diese subtil erotisch in Szene. Im Index erfährt man, wer auf den Fotos jeweils zu sehen ist und wann die einzelnen Aufnahmen entstanden sind. 

Zunächst lernt man das sinnliche Gesicht von Abbey Lee Kershwa kennen und schließlich auch ihren wohlgeformten Busen auf dessen Brustwarze zwei Ohrstecker den Blick auf sich ziehen,

Martha Hunt hat eine Traumfigur, sehr ästhetisch, in die man sich gerne länger vertieft, weil dieser Körper einer antiken Statue gleicht. 

Russell James spielt dezent mit Männerfantasien, indem er nackte Frauen beim angedeuteten lesbischen Liebesspiel zeigt. Schönheiten mit langen Haaren und Wildkatzenblick lassen innehalten, weil deren Gesichtsausdruck erahnen lässt, was sie - für den Betrachter nicht sichtbar- gerade entzückt.

Die Erotik, die allen Fotos innewohnt,  ist stets sehr dezent präsentiert. Häufig sind es nur die Blicke, die Lust visualisieren oder es ist  eine bestimmte Haltung des Körpers, der das Kopfkinos des Betrachters in Gang setzt. Fast alle Bilder erscheinen wie unter einem Schleier entstanden. Dabei drücken die abgelichteten  weiblichen Wesen Sanftheit und Wildes zugleich aus. 

Russell James ist ein Frauenmann, der einen besonderen Zugang zu seinen Modellen hat. Er schafft es, sie zu erotisieren. Man spürt, dass alle Frauen ihm ihr ganz persönliches Geheimnis preisgeben wollen, sich ihm fotografisch gewissermaßen hingeben.

Eine wunderschöne Frau ist Adriana Lima. Russell James hat sie 2007, aber auch 2013 fotografiert. Heute ist Adriana schöner denn je. Eine sinnliche Frau. Sehr gut fotografiert. 

Beeindruckt bin ich von einer Porträtaufnahme, die Yasmin Brunet zeigt, eine Frau mit dem gewissen Etwas, eine Lilith, die sich dem Fotografen nicht sogleich  hingibt, sondern ihn verführerisch lockt. 

Die schöne Doutzen Kroes wirkt sonderbarerweise so als habe sie einen Rollkragenpulover und Jeans an, obschon sie nackt in die Kamera blickt. Sehr amüsant.

Ich möchte nicht alle Bilder hier kommentieren, sondern suche nach der Frau, die sich durch den Blick des Fotografen am intensivsten erotisieren lässt. In Karolina Kurkova meine ich sie gefunden zu haben. Russell James hat sie für die Ewigkeit aufgenommen. Sie zählt zu den schönsten Frauen, die ich auf Fotos je gesehen habe, wunderbar inszeniert von diesem Meisterfotografen. 

Russell James liebt die Frauen und sie lieben ihn, denn sie wissen, dass er sie fotografisch erkennt und ihr Geheimnis lüftet, um es sogleich wieder vor den Augen der Öffentlichkeit zu verschleiern. Das macht ihn zum Komplizen aller schönen Frauen.

Was den Betrachtern bleibt, ist ein Erahnen des Geheimnisses, mehr aber  nicht und natürlich wundervolle  Bilder. Erotik pur.

Sehr empfehlenswert. 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum te Neues Verlag und können das Buch bestellen.http://www.teneues.com/shop-de/buecher/neue-produkte/angels.html. Sie können es aber auch direkt  bei Ihrem Buchhändler vor Ort bestellen. 

Rezension: The Beauty Book- Kenneth Willardt teNeues

Dieser traumhaft schöne Bildband, der von Kenneth Willardt inszeniert worden ist, beginnt mit einem Vorwort in englischer, deutscher und französischer Sprache von Sciascia Gamcaccini. Die Moderedakteurin weiß, dass erst wahrhaftige Schönheit zeitlos ist.  Dabei spielten Alter, Makel und Grenzen keine Rolle.  Genau dies verdeutlicht Willardt im vorliegenden Bildband, der bereits wegen dieser  wenigen Worte neugierig macht, aber das Interesse wird noch gesteigert, nachdem man das Interview von Alessandra Steinherr mit dem Künstler gelesen hat. 

Hier erfährt man u.a., dass Willardts ästhetische Herangehensweise beim Fotografieren durch Irving Penn, Richard Avedon und Helmut Newton geprägt worden ist. 

Für Willardt ist ähnlich wie für Gamcaccini Schönheit zeitlos. Deshalb auch ist sie es, die Ausgangspunkt von allem darstellt, was er macht. Nicht unwichtig, der Akt ist für ihn die reinste Form der Porträtfotografie.

Der Fotograf antwortet klug auf Fragen wie etwa, was ein gutes Bild ausmache und woher eigentlich seine Ideen kommen, aber auch auf die Frage, welche Gefühle er mit seinen Bildern bei Menschen wecken möchte. Kenneth Willardt überlässt es dem Betrachter, sich eine Meinung zu bilden. Sehr sympathisch.

Der Reigen beginnt mit Claudia Schiffer.  Ein witziges Foto, denn sie hat einen Ohrclip im Mund, immerhin ein dicker Smaragd mit Diamanten. Da muss man schon sehr schön sein, wenn der Blick nicht zuerst an dem Kleinod haften bleibt. 

Schöner noch allerdings erscheint Milla Jovovich, im zarten Gewand. Sie zeigt ihre schönen Beine und fasziniert durch ihr hocherotisches Gesicht. Man hält inne, blättert weiter und entdeckt neben einigen Männern, die  nur am Rande beeindrucken, immer wieder schöne,  oft nackte Frauen, unter ihnen Barbara Di Creddo, auf einer zweisitzigen Couch unbekleidet liegend, fast alles verbergend und gerade deshalb hocherotisch und sehr schön. 

Man nimmt Frauen mit und ohne Kurven wahr, sinnlich und geheimnisvoll und bei allem dokumentierend, dass es doch die Augen sind, die wirklich überzeugende  Schönheit  erst zum Leben erwecken. 

Wann ist eine Frau zeitlos schön? Kate Potter wird es sein und Jane Fonda ist es eindeutig, beide von Willardt abgelichtet.  Zeitlose Schönheit bedingt eine schöne Seele, die von uns Reinheit bis ins hohe Alter abverlangt. Schon bei jungen Frauen kann man erkennen, ob sie die Chance in sich tragen, zeitlos schön zu sein. Nicht alle jungen, schönen Frauen im Buch werden die Chance nutzen, obschon sie diese erkennbar in sich tragen, denn zeitlose Schönheit fordert  ihren Tribut und dieser heißt Unverkäuflichkeit. 

Interactive Book und App ca. 304 Seiten, einschließlich 1 Altarfalz Hardcover 
ca. 170 Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien 
Texte Englisch, Deutsch und Französisch 

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Glorious - Frank de Mulder

Die Aktfotos von Frank de Mulder in diesem Buch sprechen eine deutliche Sprache. Die Frau von heute hat sich von Männern gewissermaßen abgewandt. Fortan liebt sie nur noch sich selbst und andere Frauen und das auch in körperlicher Hinsicht. Schwierige Zeiten brechen nun für die Herren der Schöpfung an. Die Zukunft wird gewiss nicht von allen rosig Rosa gesehen. Dies ist die Vorabbotschaft, die ich beim ersten Blättern den schönen Aufnahmen dem Fotoband entnehmen durfte.

Gewiss werden die erotischen Bilder auch dem ein oder anderen Adam gefallen und dessen Sexualfantasien im Hinblick auf Frauen vielleicht ein letztes Mal anregen, bevor er bis zum Abwinken zu sublimieren beginnt oder sich frustriert seinesgleichen zuwendet.

 Einige Bildbände des belgischen Fotografen, dessen Arbeiten ich sehr schätze, habe ich bereits rezensiert. Da ich mir mit viel Vergnügen erotische Aufnahmen, sofern sie ästhetisch sind, von meinen Geschlechtsgenossinnen anschaue und auch sehr gerne über das, was es zu sehen gibt, berichte, möchte ich sogleich mit den Bildbeschreibungen beginnen.

Frank de Mulder teilt in seinem Vorwort zu "Glorious" mit, dass er bereits 25 Jahre als Fotograf arbeitet und sein neues Buch als "Ode an die Frau" begreift. Sein Bestreben sei es, seine erotischen Bilder immer ausdrucksstarker und gewagter zu machen. Seine Hoffnung ist, dass die Fotos den Betrachter inspirieren und den Blick auf die Welt erweitern.

Was gibt es zu sehen?

Zunächst drei schöne Frauen in einem möglicherweise italienischen Palazzo. Der Murano-Leuchter und das Deckengemälde lassen mich dies vermuten. Im Vordergrund sieht man eine blonde Schönheit, bekleidet mit schwarzen Dessous, Nylons, hochhackigen Schuhen, einem kostbaren Halsband und einem hochwertigen Handgelenkschmuck. Ihre Augen sind mit einem schwarzen Spitzenstrumpfband verbunden, dabei lehnt sie an einer Marmorsäule. Sie schickt sich an, das rechte BH-Körbchen über ihre nackte Brust zu ziehen, nachdem sich offenbar die schwarzhaarige Schöne- diese trägt übrigens keinen BH - mit ihrer Zofe (in obligatorischer Kleidung) von ihrem blonden Lustobjekt abgewandt hat und in ihre Gemächer zurückzieht. Natürlich überlegt der fantasievolle Betrachter, was sich Minuten zuvor an dieser Säule zugetragen haben mag.

Es folgen weitere Bilder, in denen Damen in schwarzen Dessous, die Fantasie des Betrachters anregen. Wobei die Blicke der erotisierten Frauen keineswegs denen gleichen, die zwischen Mann und Frau im erotisierten Zustand ausgetauscht werden. Sie sind hingebungsvoller.

Eines der Bilder nennt Frank de Mulder "Lovehotel". Über seine diesbezügliche fotografische Peepshow berichtet er im Rahmen eines Interviews. Besagte Aufnahmen, die man dem Bild "Lovehotel" entnehmen kann, sind tatsächlich sehr gewagt und werden von mir deshalb nicht beschrieben, weil die Beschreibung möglicherweise pornografisch gedeutet werden könnte.

Immer wieder erlebt man im weiteren Verlauf des Buches sich küssende Frauen in eindeutig erotischer Pose, immer nur mit zarten Dessous bekleidet, offensichtlich stets keinen Mann vermissend. Die Damen sind sich selbst genug. Meine Betrachtungsergebnisse zu Beginn der Rezension sind also nicht aus der Luft geholt, sondern präzise Bildanalysen.

Ganz zauberhaft und vortrefflich fotografiert ist eine Brünette, die nur eine apricotfarbene Korsage trägt. Doch die Farbe ihrer Bekleidung ist eine Ausnahme, zumeist tragen die Frauen schwarze Dessous und nicht selten geht es um die lesbische Liebe.

Frauen mit einem Sinn für schöne Dessous kommen hier ebenso auf ihre Kosten, wie Frauen, die sich des Anblicks schöner, nur spärlich bekleideter Geschlechtsgenossinnen erfreuen können. Männer werden sich beim Studium dieser Traumfrauen ein wenig überflüssig fühlen, gewiss ins Grübeln kommen und sich nicht selten die Frage stellen: "Was hat sie, was ich nicht habe?" Ich verrate es Ihnen: Einen formvollendeten Körper, dazu schöne Dessous und Highheels. :-))

Ein schöner Bildband. Sehr ästhetisch. Raffinierte Aufnahmen überaus attraktiver, viel Sinnlichkeit ausstrahlender Frauen.

Empfehlenswert.

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Rezensionen: Diamonds & Pearls - Marc Lagrange

Dieser Bildband zeigt traumhafte Fotos des belgischen Akt-Fotografen Marc Lagrange. Selten habe ich erotische Frauenbilder gesehen, die sich mit meinem Geschmacksempfinden so sehr decken. Mich wundert es nicht, dass Lagrange binnen kurzer Zeit bereits zu einem der originellsten und talentiertesten Aktfotografen weltweit avancierte, denn er versteht es, wie kaum ein anderer die subtile Erotik einer Frau einzufangen, wo andere sich mit bloßen Sex zufrieden geben. Es ist die Sinnlichkeit, die seine Bilderwelten so unnachahmlich erscheinen lässt und der Mix aus Romantik und Freizügigkeit, der die Protagonistinnen dieses Fotokünstlers zu unnahbaren, aber dennoch aufreizenden Göttinnen stilisieren.


 Bedenkt man, dass Langrange aus der Diamantenmetropole Antwerpen stammt, so begreift man sofort seine Lust, die nackte Haut der Fotomodelle mir wertvollen Pretiosen zu schmücken. Der Fotokritiker Manfred Zollner, der das Vorwort verfasst hat, deutet Diamanten und Perlen als schimmernde Symbole für "luxuriöse Liebe und lieben Luxus". Nach seinem Dafürhalten inszeniert Lagrange in seinen Bilderwelten "Sehnsuchtsorte der Verführung und Abenteuerplätze der Libido im eleganten Dekor vergangener Epochen".


Zollner lässt den Leser wissen, dass Lagrange mit einer Stylistin verheiratet ist und seine Welt (vielleicht deshalb?) in erdigen Farbtönen, mit einer bestimmten Textur konstruiert, wodurch die Bildinhalte fast greifbar erscheinen. Ich möchte an dieser Stelle nicht vollständig die Fotointerpretationen aus dem Vorwort wiedergeben, nur resümierend festhalten, dass ich generell zustimme.
Alle Frauen haben etwas Geheimnisvolles, haben schöne und dabei sinnliche Augen und ziehen allein schon deshalb den Betrachter an. Geschmückt mit Perlen, Diamanten und anderen Pretiosen, wirkt selbst nackte Haut nicht mehr nackt, sondern auf interessante Weise verhüllt.


Frauen mit sehr guten Maßen sind nicht nur nackt, sondern auch in Spitzendessous zu sehen. Einige warten auf ihren Liebhaber, andere sieht man in wohl eher lesbischer Pose. Alle erinnern daran, dass diese Traumwelten eindeutig erotischer Natur sind. Nackte Frauen mit Augenbinden oder solche mit entblößtem Busen scheinen etwas zu versprechen. Dabei wird nicht selten auf subtile Weise eine angstlustvolle Männerphantasie bedient und zwar die des Verlustes seines Objektes der Begierde an eine lesbische Frau.

Viele schöne Frauen in diesem Buch suggerieren, dass sie eher Frauen zugetan und insofern für Männer niemals erreichbar sind. Nur eine junge Frau, die gemeinsam mit einem abgetakelten, alten Lover mehrfach abgelichtet worden ist, wirkt sehr gewöhnlich. Lesbische Frauen hätten an ihr vermutlich kein Interesse.


Jedes Bild erzählt eine Geschichte und die Botschaft des Buches heißt: Je weniger käuflich eine Frau ist, umso mehr innere Schönheit strahlt sie aus, umso mehr wird sie von unsichtbaren Juwelen und Diamanten geschmückt, die nur ein wirklich guter Fotograf wie Marc Lagrange visualisieren kann und nur wirklich feinfühlige Betrachter in ihrer Strahlkraft wahrzunehmen vermögen.

 Empfehlenswert.
  
Bildnachweise: © Diamonds & Pearls by Marc Lagrange, Château Lagrange, 2006, published by teNeues, € 79.90, -www.teneues.com. Photo © 2013 Marc Lagrange. All rights reserved. © Diamonds & Pearls by Marc Lagrange, Erotic Lady, 2012,published by teNeues, - www.teneues.com. Photo © 2013 Marc Lagrange. All rights reserved © Diamonds & Pearls by Marc Lagrange, Millionaire Woman, 2009, published by teNeues,  -www.teneues.com. Photo © 2013 Marc Lagrange. All rights reserved © Diamonds & Pearls by Marc Lagrange, Millionaire Woman, 2009, published by teNeues, -www.teneues.com. Photo © 2013 Marc Lagrange. All rights reserved

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Rezension: Playboy, The Playmates of the Decade (Gebundene Ausgabe)

Die ideale Bettlektüre für ausgehungerte Männer. 

Dieser wunderschöne Bildband präsentiert dem Betrachter mit Sinn für Ästhetik die schönsten Playmates der letzten 10 Jahre aus dem deutschen "Playboy" in einem Band. Florian Boitin, der Chefredakteur des "Playboy" vergisst dabei im Vorwort nicht zu erwähnen, dass dieses Männermagazin "nicht nur in Sachen Fotoinszenierung erotische Maßstäbe setzt, sondern in seiner einzigartigen Bildästhetik Sinnlichkeit und Lebensfreude mit einem humorvollen Augenzwinkern verbindet."

Aktaufnahmen von insgesamt 22 Frauen lernt man kennen, erfährt ihre Namen, den Geburtstag, die Größe, das Gewicht, den Wohnort, die Maße und den Namen der jeweiligen Fotografen sowie Produzenten.

Im Durchschnitt sind die Frauen etwa 170 cm groß, manchmal auch 5 cm kleiner. Das unterscheidet sie optisch von Mannequins. Zum Ausgleich allerdings ist der Blick weniger weltabgewandt.

Als sexistisch empfinde ich keines der Fotos, eher ein bisschen ironisch. Die Mädchen zeigen selbstbewusst ihren entblößten Körper. Dabei zielt das Augenmerk des Betrachters zunächst nicht auf die Beine, sondern auf die hübschen Apfel-Brüste. Der rasierte Schambereich wirkt geradezu entsexualisiert, aber keineswegs deshalb, weil er enthaart ist. Es scheint eine Frage des Blickwinkels der Fotografen zu sein. Die Tatsache finde ich mehr als nur bemerkenswert.

Mein durchgehender Eindruck in diesem Bildband ist der, dass der Mann von heute zwar nicht das Interesse an der Frau verloren hat, aber sehr wohl an ihrem Schambereich. Die Frauenbrüste sind der Blickfang Nr. 1 der Männer geworden. Das lässt tief blicken. Sehnen sich die Männer von heute mehr nach der Mutterbrust als nach einem Objekt für ihre sexuellen Begierden? In Zeiten überbordender Homosexualität würde mich das nicht wundern.

Auf was darf der Betrachter sich nun freuen? Eines meiner Lieblingsfotos zeigt den Torso der Leipzigerin Tanja Kewitsch. Auffallend ist ihre besonders gut gewachsene Brust, die sie unter einem roten abgeschnittenen Netzunterhemd versteckt hält. Das sieht sehr sexy aus. Auf der Haut sind kleine Wassertröpfchen erkennbar. Die Dame scheint gerade vom Schwimmen zu kommen. Auf den Folgebildern präsentiert sich Tanja sehr sportlich in einer Turnhalle. Dabei trägt sie roten Stulpen als einzige Kleidungsstücke am ansonsten nackten Körper. Dieses hübsche Accessoire interessiert vermutlich nur weibliche Betrachter. Der Busen ist der eigentliche Hingucker für Männer, während mein Blick eher auf den schönen Händen dieser Frau verweilt.

Natürlich wird stets mit Männerträumen gearbeitet. Die Frau als Krankenschwester oder Zofe mit schwarzem Korsett, alternativ mit weißer Minischürze und Nylons an Strapsen, selbstredend auf High Heels und ein Spitzenband um den Hals betört Männer, die gerne mal das Sagen bei den Frauen hätten. Gönnen wir ihnen diese Vision.

Einen tollen Körper hat Myriel Brechtel. Mit der Größe von 174 cm nähert sie sich der Körpergröße von Mannequins. Ihr Gesicht wirkt unnahbar und dadurch sehr attraktiv. Sie ist ein Kind der Venus, unerreichbar für die männlichen Betrachter, die vermutlich ohnehin mehr Freude an der Münchnerin Thessa Gierer haben, eine betont erotische Bayerin, die ihren prachtvollen Körper in einer Scheune auf einem Bett aus Stroh präsentiert. Das sind geeignete Fotos für Naturliebhaber. Übrigens sieht man auf einem der nächsten Bilder die schöne Thessa barbusig mit Milchkanne, ihr Haar unter einem rot karierten Kopftuch verborgen. Das ist das Idealbild für Werbung, die unter dem Motto "Urlaub auf dem Bauernhof" stehen könnte.

Männer, die Freude daran haben, kleine Schmusekätzchen beim erotischen Spiel miteinander zu beobachten, kommen auch auf ihre Kosten. Das Playmate Agniesza Hendel darf man im Kühlschrank bewundern, während sie ein Flasche Milch über ihren Körper gießt. Was suggeriert werden soll, muss ich jetzt nicht artikulieren, oder?

Jessica Micari darf man beim Duschen beobachten, weitere Playmates räkeln sich in Betten, am Strand oder anderenorts.

Die Frau mit dem schönsten Gesicht ist meines Erachtens Christine Last. Ihre Augen sind so ausdrucksstark, so dass man erst spät einen Blick auf ihren makellosen Körper wirft. Ihre Ausstrahlung wird Christine lange bewahren können. Das unterscheidet sie von den Frauen, die in erster Linie über den Körper wirken, ein weites Feld.

Ein tolles Buch, nicht zwingend nur für Männer.

© Playboy Deutschland - The Playmates of the Decade, published by teNeues, € 39.90, - www.teneues.com. Photo © 2013. PLAYBOY and Rabbit Head Design are trademarks of Playboy Enterprises International, Inc. and used under license by Playboy Deutschland Publishing GmbH

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Rezension: Andreas H. Bitesnich- More Nudes

Dieses Buch enthält künstlerisch sehr wertvolle Aktaufnahmen des 1964 in Wien geborenen Fotografen Andreas H. Bitesnich. Er hebt zu Beginn des Vorwortes hervor, dass er, als er sich für Fotografie zu interessieren begann, das Ziel hatte, Modefotograf zu werden. Doch schon nach seinen ersten Aktaufnahmen wurde die Nachfrage nach solchen immer größer. Daran hat sich bis heute nichts geändert. 

Seine Gabe besteht darin, den menschlichen Körper immer wieder neu zu entdecken und dem Betrachter seiner Bilder, die Schönheit des nackten Körpers stets aufs Neue zu präsentieren. Für Bitesnich ist die Entstehung eines Bildes etwas Besonderes. Durch dieses Buch möchte er etwas von der Faszination, die für ihn in der Arbeit liegt, mit dem Betrachter teilen. 

 Das Vorwort ist übrigens in englischer, deutscher, französischer, italienischer und spanischer Sprache abgedruckt. Die Namen der Aktmodelle, das Entstehungsjahr und der Entstehungsort werden immer genannt. Die Fotos der nackten Frauen und Männer zeigen auf ganz hohem Niveau die vielen Facetten von Schönheit, die selbst ein sehr dicker Körper auszustrahlen in der Lage ist, sofern die Proportionen stimmen.

 Erotisierend sind die Fotos nicht in erster Linie. Hier wird das Aktbild zur Kunst, in die man sich vertiefen muss. Sehr eindrucksvoll finde ich ein Foto, das Bitesnich von Rico realisiert hat. Die Aufnahme erinnert an eine Figur von Michelangelo. 

 Wahrlich schön ist das Bild der ungeschminkten, nackten Veronika, die vollkommen in sich selbst versunken, wie ein Gemälde aus der Renaissance daherkommt. 

 Dagmar ist eine nackte Frau mit sehr dicken, aber festen Oberschenkeln, eine Rubensfigur, einst Schönheitsideal während des Barocks, deren Körper durchaus in den Proportionen formvollendet ist. Es kommt also nicht zum Bruch mit dem Anspruch auf Ästhetik. 

 Markus ist ein Mann mit einem prachtvollen Körper, dessen Waschbrettbauch und schönes, erigiertes Glied ihn als Vorzeige-Adam ausweisen. Die Bilder von ihm machen Markus für Frauen und homophile Männer gleichermaßen zur Augenweide, ohne Anzüglichkeit zu transportieren. 

 Der Schwerpunkt bei den Männern, die man bewundern darf, liegen auf den Muskeln. Traumhafte Oberarme. Sehr ästhetisch. Bitesnich vermag Männer erotischer in Szene zu setzen, als Frauen. Diese wirken zumeist sehr knabenhaft, wenn man von Dagmar absieht. 

 Wunderschöne Fotos, ein Kunstgenuss.

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Rezension Frank de Mulder- Senses Small Edition (Gebundene Ausgabe)

Dieser Bildband enthält traumhaft schöne, ästhetisch ausdrucksstarke Aktfotos, die der weltberühmte Fotograf Frank de Mulder realisiert hat. Bewundern kann man sowohl Schwarz-Weiß- als auch Farbfotos attraktiver, junger Frauen. Alle Bilder sind hocherotisch und sorgen dafür, dass selbst die Pupillen von Männern, die schon in die Jahre gekommen sind, sich blitzartig weiten werden. 

Nicht selten tragen die nackten Schönheiten High Heels, teilweise auch hübsche Dessous oder ein raffiniertes Mieder. Manche Modelle haben Strümpfe mit Strapsen an, die meisten sind jedoch völlig nackt.

Man erfährt von allen Mädchen den Namen und den Ort, wo die jeweiligen Fotos entstanden sind.

 Ich zähle zu den Frauen, die kein Problem beim Betrachten erotischer Fotos von meinen Geschlechtsgenossinnen haben, sofern diese Aufnahmen ästhetisch gelungen sind. In meinen Augen sind Bilder, wie sie Mulder macht, eine Beweis dafür, wie selbstbewusst jungen Damen heute mit ihrem Körper umgehen. Eine Tatsache, die mich erfreut. Nichts spricht dagegen, einen schönen Körper für viele Betrachter sichtbar zu machen. Die Zeiten der Prüderie sollten der Vergangenheit angehören.

Natürlich wird durch einzelne Posen die Männerfantasie angeregt. So sieht man eine der Schönen sich nackt, geradezu einladend auf einem Bett räkeln. Dabei bedeckt sie verführerisch ihre Scham mit dem Zipfel eines weißen Lakens. 

Einige weichgezeichnete Damen in lesbischer Pose sind auch auf den Bildern zu sehen. Männer lieben solche Fotos, wie ich gelesen habe, weil sie sich in ihrer Fantasie als Retter in Szene setzen können, die diese armen, verirrten Geschöpfe vom falschen Weg wegführen, sobald sie in ihrem Adamskostüm auftauchen. Eine Fantasie, die mich amüsiert. 

De Mulder legt den Schwerpunkt beim Fotografieren auf die Brüste der Modelle. Seltener hat man Gelegenheit Gesäße zu bewundern. Obschon hier auch wunderbare, künstlerisch gelungene Fotos dabei sind. 

Bei den meisten Frauen ist der Gesichtsausdruck geradezu entrückt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass sie sich keineswegs vor der Kamera in Szene setzen, sondern tatsächlich auf ihren Geliebten warten, um mit ihm das älteste Spiel der Welt zu inszenieren. 

Empfehlenswert 

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Rezension: Der kleine Liebesberater: 100 Fragen und Antworten zu Sex und Partnerschaft (Broschiert)

"Der kleine Liebesberater" von Prof.Dr. Manfred Hassebrauck ist ein recht desillusionierendes, dabei aber überaus lesenswertes Büchlein, das all jenen nicht schmecken wird, die mit rosa Brille auf der Nase, Liebesbeziehungen anstreben.

 Der Wissenschaftler forscht seit über 30 Jahren nach welchen Kriterien man seinen Partner auswählt und wie man es bewerkstelligt, eine erfüllte Beziehung zu führen. Seine Untersuchungsergebnisse trägt er im Frage- und Antwortstil vor. 

 Um den Begriff Liebe zu definieren, bezieht er sich auf die Untersuchungsergebnisse des Psychologen Robert Sternberg von der Yale Universität. Dieser begreift Liebe als eine Mixtur aus Leidenschaft, Intimität und Bindung. Was man unter den einzelnen Begriffen zu verstehen hat, erläutert der Autor ausführlich und gut nachvollziehbar. 

 Seine 100 Fragen und Antworten hat er in 9 Kapitel gepackt. Wer schon etwas länger auf dieser Erde lebt, wird bei vielen Antworten zustimmen und die Untersuchungsergebnisse nicht groß in Zweifel ziehen. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel.

 Interessant fand ich das Kapitel Strategien und Taktiken. Hier auch nimmt der Sozialpsychologe zur Frage Stellung, inwiefern das Internet das Kennenlernen verändert hat. Das Internet hat einen nicht geringen Einfluss darauf, wie wir uns kennen lernen. Man kommuniziert in erster Linie unverkrampfter miteinander, spricht rascher über private Themen, wodurch schneller emotionale Nähe und Vertrautheit zu Stande kommt. Das Problem für viele scheint zu sein, die Fülle an Informationen richtig zu gewichten. Bei aller Problematik glaube ich, dass dem Kennenlernen im  Internet die Zukunft gehören wird, obschon das heute für meine Generation kaum vorstellbar ist. 

 Frauen in einem höheren Lebensalter haben übrigens immer noch eine geringe Chance einen Partner zu finden, als Männer. Da gleichaltrige Männer statistisch gesehen eher an jüngeren Partnerinnen interessiert sind. Der Altersunterschied zwischen Mann und Frau beträgt im Durchschnitt in der ersten Ehe 3,2 Jahre. Nach jeder weiteren Ehe eines Mannes vergrößert sich der Altersunterschied. Nichts hat sich hier groß geändert seit den Tagen der Emanzipation. 

 Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Menschen, deren Interessen und Lebenseinstellung ähnlich sind, eine bessere Chance besitzen, auch eine länger andauernde Beziehung zu haben und Männer keineswegs Schönheit an die erste Stelle bei der Partnerwahl stellen, sondern Einfühlsamkeit, Treue, Zuverlässigkeit etc. als wichtigste Kriterien nennen.

 Untreue ist der häufigste Scheidungsgrund, gefolgt von Unähnlichkeit in Vorstellungen und Überzeugungen. Auch nicht uninteressant. 

Trifft man auf geschiedene Personen, sollte man meines Erachtens zunächst ermitteln, was die Scheidungsursache war. Geschiedene haben ein höheres Scheidungsrisiko. Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich, so etwa bestimmte Persönlichkeitseigenschaften, die zu Beziehungsproblemen und zur Trennung führen. Neurotizismus ist eine solche Eigenschaft. Dabei handelt es sich um emotionale Labilität, die neurotische Verhaltensmuster zum Ergebnis hat. Bei Personen, die ein zweites Mal geschieden sind, ist das Scheidungsrisiko noch größer. 

 Der Autor beantwortet viele interessante Fragen wissenschaftlich fundiert, unmöglich diese im Rahmen der Rezension alle zu streifen. Die Antworten verschaffen dem Leser mehr Klarheit in Sachen Partnerwahl und Ursachen für Beziehungsbrüche und machen begreifbar, weshalb manche Beziehungen einfach aufgrund der Konstellationen totgeborene Kinder sind. 

 Ein Buch, das ich gerne empfehle.

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Rezension:Fünf Männer für mich: Ein Sexperiment (Taschenbuch)


Den vorliegenden kurzweiligen Selbsterfahrungsbericht hat die Künstlerin und Managerin Annette Meisl verfasst. Sie ist die Gründerin der Künstleragentur "LA Gala", Produzentin von Theaterstücken und Betreiberin einer kubanischen Zigarrenmanufaktur.

Ihr Buch ist ein Appell an alle Frauen, zumindest einmal im Leben mehrere Liebhaber gleichzeitig zu haben, denn Meisl ist der Ansicht, dass man nur durch einen solchen Selbstfindungsprozess wirklich zu sich selbst findet und tatsächlich zu lieben bereit sei.

Ausgangspunkt ihres Projektes, an dem sie die Leser teilnehmen lässt, ist die Trennung von ihrem Mann, dem sie 15 Jahre treu war, der sie aber während der Ehe sexuell betrogen hat. Als sie davon erfährt, leidet sie zunächst immens, beginnt jedoch recht bald zu überlegen, wie sie sich zukünftig vor solchen Schmerzen schützen kann und entscheidet sich für ein sexuell vollkommen freies Leben mit mindestens 5 Liebhabern, ein Leben, in dem sie die Konditionen festlegt.

Ihre sexuellen Erfahrungen beschreibt sie ausführlich und sprachlich gekonnt. Dabei macht sie im Vorwort deutlich, dass alle Menschen, die im Buch vorkommen, reale Personen sind und nur einige Personen miteinander verschmolzen und zu fiktiven Charakteren verarbeitet wurden.

Meisl begreift sich als sexuell polygame Frau, die während ihres "Experimentes" lernt, ihre hormonell bedingte Begierde von Liebesgefühlen zu unterscheiden, ganz so wie es bei Männern seit Jahrtausenden üblich ist. Hier haben Frauen noch Nachholbedarf.

Sie lernt viel über Männer und Sexualität kennen und ist davon überzeugt, dass in Zukunft kein Mann mehr die Grundfesten ihres Selbstbewusstsein erschüttern kann. Zu wünschen ist ihr das, allerdings habe ich diesbezüglich meine Zweifel. Sexuelle Befreiung ist zwar wichtig, doch sie genügt nicht alleine, um sich wirklich emotional unabhängig zu machen und nicht mehr anfällig zu sein für emotionale Verletzungen. Hier helfen wohl eher Psychotherapien, die den Schwerpunkt auf Abgrenzung legen.

Zur reinen sexuellen Triebabfuhr sind Männer nicht notwendig. Das hat Meisl zwar auch erkannt,(sie entdeckt trotz ihres Harems den Víbrator für sich) doch ihr Problem scheint darin zu liegen, ihr Selbstwertgefühl mittels Männern stärken zu müssen. Ihr scheint nicht klar zu sein, dass selbst 20 wechselnde Líebhaber ihr nicht helfen können, ihre Selbstwertproblem zu lösen.

Solange wir mit anderen Menschen in Beziehung treten und uns öffnen, besteht die Gefahr sich Leid auszusetzen, es besteht aber auch die Gefahr zu leiden, wenn wir uns isolieren. Ein weiteres Feld.

Das Buch ist sehr süffig geschrieben. Dafür und für die Tatsache unter eigenem Namen als Frau ein sexuell so freizügiges Buch verfasst zu haben, 5 Sterne. Das ist tapfer. Es gibt Länder, wo man die Autorin für einen solchen Bericht steinigen würde. 

Rezension:Let's speak love (Gebundene Ausgabe)

Dies ist das allerwichtigste Buch in diesem Frühling. Jeder, der jünger als 120 Jahre ist, sollte es nicht nur auf Reisen in der Jackentasche haben. Hier nämlich lernt man zunächst die wesentliche Sätze zur intersexuellen Kontaktaufnahme in fünf Sprachen (in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch) kennen, die es uns beispielsweise ermöglichen, einen spanischen Adonis an einem einsamen Strand auf Mallorca mit den Worten anzusprechen "Estás solo aqui?" oder aber einem drahtigen Bergsteiger aus der Lüneburger Heide auf der Zuspitze die arglose Frage zu stellen, "Kennen wir uns?"


Ein junger Nordfriese, der sich gerade in Paris aufhält und dort von einer hübschen Französin angelächelt wird, sollte den Dialog vielleicht mit "Comment appellez-vouz?" beginnen. Nennt die Schöne ihren Namen, dann sollte er ihr auf jeden Falle antworten "Quel joli prénom!" und auf keinen Fall sofort die Frage hinterherschieben "Que penseriez vous d`un dernier verre chez moi?". Das nämlich ist plump.


Der Leser lernt jeweils in fünf Sprachen taugliche Sätze zur intersexuellen Konversation in der Bar, im Club oder auf dem Ball kennen. Gefallen haben mir die Sätze "Machen Sie sich bitte nicht so an mich ran" oder auch "Au! Sie treten mir auf die Füße!" und "Lassen sie meinen Reißverschluss in Ruhe". Das sind klare Ansagen, die von Männern sofort begriffen werden.


Nette Erklärungen, Komplimente und Versprechungen gibt es auch in den genannten fünf Sprachen. Am eindeutigsten ist der Satz "I desire you", der Rest ist zumeist eine Verschleierung des eigentlichen Wollens.


Kosename findet man viele in den fünf Sprachen. Kein Kosenamen ist so schön wie der spanische "Mi Corazón".

Dass deutschsprachige Frauen den Mann an ihrer Seite ihren Verrückten nennen, wird sicher gute Gründe haben.

Sehr spannend ist das Bettgeflüster in fünf Sprachen. Die Worte "Schrei nicht so, du weckst das ganze Haus auf" können natürlich viele Ursachen haben.

Sätze, die während der Zigarette danach gesprochen werden "I have to go, my husband ist waiting" oder "Sorry, what did you say your name was?" sollte man sich ebenso einprägen, wie solche Sätze, die man gut gebrauchen kann, wenn es ernst wird "Tu peux utiliser mon ordinateur."

Die richtigen Sätze beim gemeinsamen Ausgehen, Heiraten und ein Kinderwunsch kann man im ebenfalls nachlesen und braucht sich endlich nichts Eigenes mehr zu überlegen "Did you call the notary for marriage contract?", "Sorry, I changed my mind./I`m getting colt feet."

Die Sätze in punkto Leben zu zweit zeigen, dass die Kera Till gut beobachten kann. Bemerkenswert auch die an den Partner gerichteten Worte "Du hast es nicht verdient", wenn man keine Lust auf Sex hat.

Die Eifersucht seines Ehemannes kann man daran erkennen, wenn er beispielsweise fragt "Wer war der Verrückte, mit dem du gesprochen hast?"
Ach ja, bei Streit mit der oder dem Liebsten ist der sinnvollste Satz "Also, du wirst wirklich verrückt".

Bei Trennung ist der beste Satz wohl "Den wäre ich los!", soweit ich das beurteilen kann.

Je weniger man mit der Liebsten/dem Liebsten spricht, um so weniger gibt es Missverständnisse. Im Grunde genügt dieser kleine Sprachkurs für einen hilfreichen Dialog in fünf Sprachen, speziell bei amourösen Abenteuern.

Ein übrigens hübsch illustriertes Büchlein, das mich ganz ungemein amüsiert hat.

Empfehlenswert. 

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